Montag, 22. September 2014

Der nächste Sommer kommt bestimmt – aber mit Warmwassergarantie!

Heuer wurde Mitteleuropa nicht gerade von tropischen Temperaturen verwöhnt. Mehr als einmal fiel das Badevergnügen im eigenen Pool aus, weil das Wasser selbst den Kindern mitten im Sommer zu kalt war – brr! Das MUSS sich 2015 ändern: Es ist an der Zeit, eine Poolheizung für den nächsten Sommer zu planen!

Das Schwimmthermometer zeigte an mindestens der Hälfte der Sommertage eine Wassertemperatur von unter 20 Grad an – zu wenig für ein ungetrübtes Plantsch-Vergnügen. Wir nutzen das nächste freie Wochenende also dazu, uns über mögliche Poolwasser-Heizungen zu informieren – da gibt es nämlich viele Möglichkeiten, die von Sonnenkollektoren über Wärmetauscher und Wärmepumpen bis zur elektrischen Schwimmbadheizung reichen.

Zuerst aber machen wir uns über die Gesetze der Physik schlau: Man benötigt in etwa 1,2 kWh, um einen Liter Wasser um ein Grad Celsius zu erwärmen. Hat der Pool also ein Fassungsvermögen von 10 m3, braucht man 12 kWh Leistung. Dazu gilt es aber, auch den ständigen Abkühlungseffekt des Wassers mit zu berücksichtigen! Wer sich beim Rechnen nicht ganz leicht tut, geht am besten gleich auf die Suche nach einem mathematisch begabten Gehirn in der Familie…

Und nun zur Vorstellung der unterschiedlichen Methoden: Solarheizungen z. B. sind kostengünstig im Betrieb. Sie funktionieren aber natürlich nur, wenn die Sonne scheint und die Nächte (noch) nicht zu kalt sind. Dazu kommt der Platzbedarf und die Lage der Kollektoren: Je größer und tiefer der Pool, desto mehr Sonnenkollektor-Fläche ist nötig. Und die sollte an einer Stelle angebracht sein, die möglichst viel und möglichst lange Sonne hat. Dafür ist die Solarheizung bei kleinen Pools sowohl in der Anschaffung, als auch im Betrieb recht günstig (Strom für die Pumpe). Umweltfreundlich ist die Variante mit der Sonne auch.

Will man dagegen auch in einem verregneten Sommer wie heuer ins Wasser steigen, wäre eine Wärmepumpe überlegenswert – sie wärmt das Poolwasser schon ab einer Außentemperatur von etwa 5 bis 7 Grad. Auch da ist größerer Platzbedarf nötig (die Pumpe braucht genug Platz zum Ansaugen der frischen Luft). Die Wärmepumpe ist beim Kauf teurer, aber im Betrieb ebenfalls günstig. Wichtig sind die Qualität der Anlage und die richtige Dimensionierung.

Ein Wärmetauscher kostet bereits eindeutig mehr – und mit Abstand am meisten Geld legt man für die elektrische Pool-Heizung aus. Die Strom-Variante ist allerdings immer einsatzfähig und funktioniert wie ein elektrischer Durchlauferhitzer. Damit lässt sich nicht nur in verregneten Sommern im temperierten Wasser plantschen, sondern auch bis tief in den Herbst hinein.