Dienstag, 19. November 2013

Ein „Swimmingpool“ ist auch zum Trinken da…

Wir alle kennen den Swimmingpool als englisches Wort für Schwimmbad oder Schwimmbecken – wussten Sie aber, dass es auch einen berühmten Cocktail gleichen Namens gibt? Und gleich drei Spielfilme, die so heißen. Und das ist noch lange nicht alles…!

Erstens: Der Cocktail. Kreiert wurde der „Swimmingpool“ 1979 von Charles Schumann (eigentlich Karl Georg Schuhmann), einem Barkeeper und Inhaber der bekanntesten Bar Deutschlands, des Schuhmann’s in München (Stammbar für Autoren, Journalisten, Künstler und die Münchner Schickeria).
Das Originalrezept des „Swimmingpool“ besteht aus süßer Sahne (Schlag), Kokonusscreme, Ananassaft, Wodka und weißem Rum – kräftig im Shaker auf Crashed Ice geschüttelt. Anschließend wird der Cocktail im Becherglas mit Blue Curacao überschüttet, was ihn so schön blau wie einen Swimmingpool macht. Und mit einer Kirsche und Ananas dekoriert: Wohl bekomm’s!

Zweitens: Der Spielfilm von Jacques Deray aus dem Jahr 1969 namens „Der Swimmingpool“ – in dem natürlich der Swimmingpool eine Hauptrolle spielt. Und zwar in Saint Tropez, weshalb der Originaltitel des Films auch La Piscine lautet. Bekannt wurde der Film vor allem durch seine Besetzung mit Alon Delon und Romy Schneider. Es ist eine Mischung aus Beziehungsfilm und Krimi, spannend und lasziv, sehr französisch.

Drittens: Der Spielfilm von Boris von Sychowski aus dem Jahr 2001 – „Swimmingpool – Der Tod feiert mit“. Das Machwerk ist ein deutscher Horrorfilm. Die Besetzung ist mit Christen Miller und Thorsten Grasshoff zwar international, aber nicht sehr prominent. Auch hier spielt der Swimmingpool eine zentrale Rolle: Im größten Schwimmbad Prags (Tschechien) wütet während einer inoffiziellen Abitur-Abschlussfeier ein Machetenmörder unter den Schülern…

Viertens: Der Spielfilm von François Ozon aus dem Jahr 2003, der ebenfalls einfach Swimming Pool heißt. ER wurde vor allem im Libanon und in Südfrankreich gedreht und ist in den weiblichen Hauptrollen mit der Britin Charlotte Rampling, die eine Buchautorin spielt, und Ludivine Sagnier ausgezeichnet besetzt. Auch hier gibt es eine Leiche, obwohl bis zum Schluss offen bleibt, was Fiktion und was Wirklichkeit ist – auf jeden Fall hat die Schriftstellerin ihr Buch am Filmende fertig. 

Ach ja – und fünftens: Lässt man das „Swimming“ weg und verwendet nur das Wort „Pool“, sollte man gedanklich besser nicht sofort hineinspringen: „Das Pool“ wird (im Gegensatz zu „der Pool“) nämlich auch als Abkürzung für Poolbillard verwendet. Und das ist bekanntlich ein Spiel, bei dem mithilfe eines Queues ein Haufen bunter Kugeln an einem eigens dafür angefertigten Tisch von einer weißen Kugel in die dafür vorgesehenen Taschen eingelocht werden müssen…