Dienstag, 10. Juni 2014

Sauberes Plantschen im Pool – mit welchem Schwimmbadfilter?

Für ein unbeschwertes Badevergnügen braucht man sauberes Wasser. Das bedeutet, das kühle Nass muss regelmäßig gereinigt und desinfiziert werden. Herzstück der mechanischen Schwimmbad-Wasseraufbereitung ist der Schwimmbadfilter – das kann ein Kartuschenfilter, ein Anschwemmfilter oder ein Sandfilter sein. Zu beachten dabei sind u. a. Umwälzleistung und Beckengröße (wie viele m3 Wasser schafft die Anlage pro Stunde?)…

Was kann welcher Filter?

• Beim Kartuschenfilter kommen – wie der Name schon sagt – Kartuschen zum Einsatz, die aus feinporigem Kunststoffvlies bestehen. Durch eine sternförmige Faltung entsteht eine relativ große Oberfläche zum Ausfiltrieren von Schmutzteilen aus dem Beckenwasser. Ist der Filter „voll“, muss er gereinigt werden, um einer Verkeimung des Wassers vorzubeugen. Es gibt aber auch Systeme mit Kartuschenfilter-Ersatz.
Kartuschenfilter sind meist kompakt und für kleinere Pools geeignet, z. B. als Einhänge-Filteranlage – es gibt sie aber auch in extrem leistungsstarker Ausführung für bis etwa 25.000 Liter Wasser (25 m3).

Anschwemmfilter funktionieren mittels sehr feinkörnigem, porösem Material, das in einer dünnen Schicht auf Trägerelemente angeschwemmt wird. So saugt es sich mit Verunreinigungen voll und kann anschließend mit Hilfe der Filterpumpe und dem Beckenwasser aus dem Filter gespült werden. Die Intervalle, in denen rückgespült wird, richten sich nach dem Verschmutzungsgrad des Wassers. Aber Achtung: Nicht immer und überall ist das Entsorgen des Materials in den Kanal erlaubt – es könnte Verstopfungsgefahr bestehen!

• Ein weiteres System stellen die Salzwassersysteme​ dar, die allerdings nicht für Stahlmantelbecken, Edelstahlbecken, Bronze- und Edelstahleinbauteile, sondern nur für Aufstellpools geeignet sind. Der große Vorteil dabei besteht jedoch im integrierten Elektrolyse- und Kupferionisationsprozess, der die benötigte
 Chlormenge um bis zu 70 Prozent reduziert.

• Im privaten Schwimmbadbereich am häufigsten eingesetzt werden Sandfilteranlagen – der sollte übrigens immer ein Zentralventil besitzen. Der Sand wird ja nicht laufend ausgetauscht, sondern rückgespült, wenn er verschmutzt ist. Damit der Wasserdurchfluss durch den Filter umgekehrt laufen kann, braucht man eben ein Zentralventil. Damit wird der Sand gewaschen und der Schmutz mit dem Waschwasser muss in die Kanalisation (oder in den Garten).